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Institutsgebäude am Hegelplatz mit FachbereichsbibliothekNUTZUNGSDATEN:
1 Fachbereichsbibliothek
1 großer Hörsaal
50 Seminarräume, versch. Größen
4 PC-Pools
div. kleine Labore
div. Büro- und Besprechungsräume
1 Konzertsaal
1 Orchesterprobenraum
1 Café |
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STADTRAUM
Das zur Verfügung stehende Grundstück liegt an einem sehr prominenten Ort im Stadtraum.
Das neue Ensemble der Humboldt-Universität - bestehend aus Neubauten sowie Altbauten unterschiedlicher Generation - hat die Aufgabe, den Hegelplatz eindeutig fassen zu können. Es soll einerseits den Platz klar besetzen; andererseits ist zu berücksichtigen, daß entlang der vorhandenen Straßen evtl. zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Randbebauung erfolgen könnte.
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Die Antwort auf diese differenzierte stadträumliche Aufgabenstellung ist die Entwicklung einer „gefalteten Fassadenhaut“, die - je nach Perforationsgrad - diesen unterschiedlichen Anforderungen gerecht wird.
Im Grundriss folgt diese neue Haut klaren stadträumlichen Linien, die sich den 2 verschiedenen Seiten des vorhandenen Reuterhauses auch verschieden annähert.
Auf der einen Seite wird direkt angeschlossen, auf der anderen verbleibt eine kleine Fuge, die einen Hofdurchblick ermöglicht. Auf diese Weise wird das Reuterhaus angemessen freigestellt bzw. von den ergänzenden Bauten gerahmt. |
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GEFALTETE FASSADENHAUT
Die Fassadenhaut erfährt bei Haus 1 auf der zum Platz ausgerichteten Seite eine 2-geschossige Reliefierung, eine Art modernes Ornament, welches die Vertikalbetonung der Reuterhausfassade aufnimmt. Weiter Richtung Reuterhaus wird die Haut dann perforiert und löst sich in eine Art „Stützenvorhang“ auf.
Der Gebäude-Klimaabschluß befindet sich in einer dahinter liegenden Ebene. So entsteht eine lebendige Fassadenschichtung.
In modifizierter, einfacherer Form wird dieses Element bei Haus 3 aufgenommen und weitergeführt. Schließlich legt sich die Haut „wärmend“ in modifizierter Form um das bestehende Seminargebäude (Haus 4).
Auf diese Weise entsteht ein Ensemble, welches einerseits die heterogene Herkunft noch erkennen läßt, gleichzeitig aber als ein zusammengehöriges Ganzes lesbar wird.
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INNERE ORGANISATION
Die stadträumlichen Vorgaben werden im Gebäudeinneren aufgenommen. An den „Anbauseiten“ werden überwiegend die großen Räume organisiert, die ihre Belichtung über die angrenzenden Fassaden realisieren, so daß im Falle einer möglichen weiterführenden Straßenrandbebauung keine notwendigen Öffnungen verschlossen werden. Bei Gebäude 1 sind hier insbesondere der große über 2 Geschosse gehende Hörsaal zu erwähnen sowie die Bibliotheksflächen. Die Bibliothek selbst ist im wesentlichen als ruhiger Studien-Ort introvertiert organisiert. Sie öffnet sich dann zum Innenhof (Lesehof) hin im EG sowie teilweise im UG. Die höhenversetzten Ebenen innerhalb der Bibliothek erhöhen das räumliche Erlebnis und die Verknüpfung der Einzelbereiche miteinander. „Gefaltete Decken“ lassen Licht ins Untergeschoß und ermöglichen vielfältige Blickbeziehungen.
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Der Haupteingang der gesamten Anlage liegt im Reuterhaus. Nach Betreten des Einganges befindet man sich auf einer Art „rotem Teppich“ (tatsächlich ein dunkler Schieferboden). Dieser Teppich bietet Orientierung und führt zu den jeweiligen Haupterschließungspunkten der Einzelgebäude.
Im Gebäude 1 wird der Teppich im Info-Bereich der Bibliothek weitergeführt. Die Buchsicherungsanlage der Bibliothek ist erst auf Höhe der Info-Theke notwendig, so daß hier der vordere Informations-Bereich (OPAC + MF) ohne Kontrollen jederzeit öffentlich zugänglich ist.
Des weiteren befinden sich im Gebäude 1 Seminarräume unterschiedlicher Größe und mehrere PC-Pools.
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| Im Haus 2 sind im wesentlichen Sonderfunktionen, wie 1 Orchesterprobenraum, 1 Konzertsaal und Musikübungsräume, untergebracht. Das neue, großzügige und lichtdurchflutete Foyer des Reuterhauses kann sowohl als Pausenfläche für Musikveranstaltungen wie auch als eigene Veranstaltungsfläche fungieren. Im letzteren Fall dient das direkt anschließende Café im EG des Hauses 3 als zugehöriger Service. Das Café hat einen direkten Außenbezug und eignet sich durch seine Lage und Ausformulierung besonders für öffentliche oder halböffentliche Veranstaltungen. Foyer, Café und Eingangspodest bilden dann eine funktionierende Einheit. |
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Haus 3 dient gemeinsam mit dem ehemaligen Plattenbau (Haus 4) im wesentlichen der Unterbringung der Institutsverwaltung. Neben kleinen Seminarräumen im EG und 1. OG finden hier Büro- und Besprechungsräume, Sekretariate und einige Sondernutzungen Platz.
Eine räumliche Besonderheit des ehemaligen Plattenbaus liegt in der sehr großen und eigentlich für Büroräume wenig geeigneten Raumtiefe. Hier wurde eine „Nischenlösung“ entwickelt: Die Flure werden mehrfach räumlich durch Nischen aufgeweitet, an denen dann mehrere Büroeingänge sowie jeweils 1 Serviceraum angegliedert sind. Hierdurch konnte die vorhandene Tragstruktur weitgehend erhalten bleiben, und es entstehen gleichzeitig angenehme Raumaufweitungen, die auch als Warteflächen für die Studierenden dienen.
AKTUELLES
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