UNI 3b
Institutsgebäude Sozialwissenschaften
der Humboldt-Universität zu Berlin
Umnutzung und Sanierung mit Dachwiederaufbau
Denkmalpflegerische Voruntersuchungen
Maßliche und Technische Bestandsaufnahme
Sanierungsuntersuchung
Planung, Ausschreibung, Objektüberwachung
Auf einem Gelände an der Ecke der Universitäts- und Georgenstraße in Berlin hat der Architekt Otto Richter zum ersten Male den Versuch gemacht, ein vierstöckiges Gebäude zu errichten, das in allen Stockwerken Bureauzwecken dienen soll.
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An der Universitätsstraße zeigt das Gebäude eine geschlossene, durch Erker belebte Front, während der Front an der Georgenstraße ein von zwei Flügeln eingefaßter Hof, der die Zufahrt vermittelt, vorgelegt ist. Dadurch ist eine malerische Gruppierung erzielt worden, die sonst bei ähnlichen Geschäftsbauten schwer erreichbar ist. Da es sich um einen ersten Versuch handelt, sind die Grundrissdispositionen derartig, daß die Etagen auch zu herrschaftlichen Wohnungen eingerichtet werden können, falls der Versuch nicht gelingen sollte.
Die Stockwerke des Gebäudes, dessen Ausführung die Zeit von Juni 1903 bis Dezember 1904 erfordert hat, haben derzeit noch keine Zwischenwände, damit sie nach Wünschen der Mieter eingerichtet werden können.
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An der Gestaltung der Fassaden, die in Putzbau mit Architekturteilen aus Sandstein ausgeführt worden sind, hat der kgl. Landbauinspektor E. Blunck mitgewirkt.
(aus: Die Architektur des XX. Jahrhunderts, Jahrgang 1905 H.4 )
Bestandsaufnahme / Mängelkartierung der Rettungswege
Zentrales denkmalpflegerisches Anliegen war die Erhaltung, Restaurierung und Teilergänzung der bauzeitlichen Bauteile:
Sandsteinfassadenornamentik
farblich nicht gefasster Kalkaußenputz
farbige Gesimsbekleidungen
Treppenhäuser mit Treppenkonstruktion, Etagentüren, Wandfliesen, Wandfassungen und Resten der Aufzugsschachtbekleidung
Referenzliste / Gebäudedaten |
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