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Vestibül Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität Berlin
Sicherung der Kuppelraumschale und Ausbau als Medienzentrum (temporäre Nutzung)Planung, Ausschreibung, Objektüberwachung
Die Kuppel wurde von dem Beratenden Ingenieur für Bauwesen Prof. M. Manleitner auf ihre Tragfähigkeit und Sanierungsfähigkeit hin begutachtet. Im Rahmen der Sanierung wurden daraufhin die durchhängenden Spanndrähte der Rabbizkonstruktion nachgespannt bzw. fehlende ergänzt.
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Die Kuppelschale war raumseitig mit Ei-Tempera bemalt als Natursteinimitation. Eingedrungene Feuchtigkeit führte zu Pilzbefall und Verfärbung der Malschicht. Durch Setzungen und Erschütterung waren Teilflächen der Gipsschale vom Untergrund gelöst.
Die gelösten Teilflächen wurden rückgesichert, Risse / Löcher verfüllt.
Die Oberfläche wurde mechanisch gereinigt und anschließend verfestigt.
Die Wände sind mit Kunststeinplatten bekleidet, der abgesehen von einigen Einschußlöchern in hervorragendem Zustand waren und lediglich mechanisch gereinigt wurden.
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Der Bodenbelag aus 3 verschiedenen Kalksteinmaterialien in rot, weiß und schwarz, die eine Rosette in Raummitte bilden, ist erheblich, besonders in Raummitte, beschädigt (gebrochene, lose Platten; mechanische Beschädigungen). In den beschädigten Bereichen ist der Boden durch die Bedeckung mit einem Hohlraumboden vor weiteren Verlusten gesichert; alle Durchbrüche für Medien (Heizleitungen, Strom, DV) wurden an bereits bestehende Fehlstellen gelegt.
Wandleuchter, Steinbänke und Mahagonitüren wurden gereinigt, restauriert und wieder montiert.
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Die neuen Anforderungen wurden durch 5 Elemente in die denkmalgeschützte Raumhülle hineingeschrieben:
1. Die runde Bodenplatte ist als Hohlraumboden konstruiert, konserviert den darunter verbliebenen, kriegsbeschädigten Marmorboden, beheizt (Fußbodenheizung) den Raum, nimmt die Elektro- und Datenleitungen in den Hohlräumen auf, dämmt den Raum gegenüber dem Keller (eingeblasene Zellulose in den Hohlräumen), verbessert die Raumakustik (Nachhallzeit)
2. Zwei kreisbogenförmigen PC-Tische nehmen jeweils 2 x 8 PCs auf. Die äußeren Infoplätze sind Sitzplätze, die inneren Stehplätze; die Bildschirme stehen übereinander.
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3. Die kreisausschnittförmige Info-Theke bietet 3 Personal-Arbeitsplätze. In den rückwärtigen Schränken sind neben der erforderlichen Regalfläche auch der Heizkreisverteilungskasten integriert.
4. Die Galerie mit Spindeltreppe bietet 10 Computer- bzw. Mikrofiche-Arbeitsplätze für längere Recherchen. Die Galerie ist in eine der beiden Raumnischen eingeschrieben und läßt den runden Hauptraum frei. Als Motiv nimmt sie die Raumloggien des ehemaligen Lesesaales wieder auf. Die Galerie ist komplett selbsttragend konstruiert und mit den Kuppelwänden nicht verbunden.
5. Der "Kronleuchter"ersetzt einen durch Kriegseinwirkung verlorenen Kronleuchter.
Referenzliste / Gebäudedaten |
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