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Geyger-Brunnen im Von-der-Schulenburg-Park

Vollständiger Abbau, Restaurierung und Wiederaufbau der
Brunnenskulptur, Neuherstellung von Brunnenstube und Wassertechnik, Sanierung Spiegelbecken

Denkmalpflegerische Voruntersuchung
Technische Bestandsaufnahme
Vergleichende Untersuchung verschiedener Sanierungsalternativen
Planung, Ausschreibung, Objektüberwachung
Durchführung eines Künstlerwettbewerbs
Lichtplanung

Der seit 1912 bestehende Park wurde im Jahr 1934 als Standort
für den heute Märchenbrunnen genannten Brunnen des Neuköll-
ner Künstlers Prof. Geyger ausgewählt. Im Zuge der Baumaßnah-
men zur Errichtung des Geyger-Brunnens, vom Künstler
"Deutscher Wald" genannt, wurd die Parkanlage neu konzipiert
und das große Wasserbecken, heute "Spiegelbecken" genannt,
angelegt.
Die Brunnenskulptur "Deutscher Wald" wurde ab 1915 entworfen
und als Gipsmodell 1918 fertiggestellt. Von diesem Gipsmodell
existieren Werkstattfotos (Kopien in der Anlage beigefügt).
Fotos aus dem Jahr 1935 zeigen die komplette Brunnenanlage mit
2 Broncegroßskulpturen (später kriegsbedingt eingeschmolzen)
sowie mit 16 wasserspendenden Putten und einer Brunnenschale
(sämtlich verloren gegangen) sowie den "Baumspitzen" als oberer
Bekrönung der Steinskulptur.
Ab 1970 erfolgte eine Restaurierung des Brunnens, bei der das
Wasserbild erheblich verändert wurde und statt der Broncefiguren
Märchenfiguren aus Kalkstein (Szelinsky-Singer), "Aschenputtel"
und "Brüderchen + Schwesterchen", aufgestellt wurden. Putten
und Schale wurden damals nicht ersetzt, stattdessen das Wasser-
bild verändert (stehende Fontänen aus dem oberen Brunnenbo-
den). Diese Gestaltung blieb bis 2000 erhalten, der Brunnen war
allerdings seit den siebziger Jahren außer Funktion.
Die Gartenanlage steht mitsamt Inventar unter Denkmalschutz.
Bei der Sanierung 2000/1 wurde die Brunnenanlage komplett
abgebaut und darunter eine neue Brunnenstube errichtet.
Die einzelnen Teile der Brunnenplastik werden teils vor Ort,
teils in der Werkstatt restauriert und verlorengegangene
Kalksteinteile (insbesondere die "Baumspitzen") werden ergänzt.
Zum Ersatz der verlorenen Putten wurde ein Künstlerwettbewerb
durchgeführt. In die Brunnenschale wurde, auch zur Vandalismus-
hemmung, eine farblich steuerbare Lichtinstallation eingebaut.
Die gesamte Planungs- und Bauzeit betrug 17 Monate.




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